Satzung NSDAP §4 Abs. 2 b

Torgau
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Satzung NSDAP §4 Abs. 2 b

Beitragvon Torgau » So 7. Dez 2014, 19:10

Hallo,

ich habe hier die Kopie eines Dokuments zu einem Pateiausschluß aus der NSDAP vorliegen. Begründest wird er mit Verstoß gegen Satzung NSDAP §4 Abs. 2 b. Im Netz finde ich diese aber nicht. Hat sie jemand eventuell da und kann mir mal mitteilen was dieser Absatz beinhaltet ?

Ulf
Arne
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Re: Satzung NSDAP §4 Abs. 2 b

Beitragvon Arne » So 7. Dez 2014, 20:33

Hallo Torgau

Mitglieder die trotz Aufforderung ihren Mitgliedsbeitrag ohne Entschuldigung nicht entrichten. :shock:

https://www.bundesarchiv.de/oeffentlich ... -1.html.de

Gruß Arne
Torgau
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Re: Satzung NSDAP §4 Abs. 2 b

Beitragvon Torgau » So 7. Dez 2014, 23:09

Hallo Arne,

danke für die Antwort. Ich glaube aber da hat sich ab 1926 noch was in der Satzung geändert. In einem Wikipedia-Artikel habe ich folgendes gefunden:
"1935 erteilte ein Parteigericht Lenz eine Verwarnung, in der ihm zugleich auf zwei Jahre die Fähigkeit zur Bekleidung eines Parteiamtes aberkannt wurde. Begründet wurde dies mit „Materiallieferungen“ für den „gegen die n[ational]s[ozialistische] Bewegung in Baden arbeitenden, aus der Partei ausgeschlossenen Felix Wankel“ und durch die Ende 1932 erfolgende Mitarbeit an der von Wankels Oppositionsgruppe herausgegebenen Zeitschrift Alemannische Grenzlandnachrichten sowie mit Lenz Eintreten für Gregor Strasser. All dies habe gegen Artikel 4, Absatz 2b der Satzung der NSDAP verstoßen."

Und auf http://radolfzell-ns-geschichte.von-unt ... radolfzell
"Dem Kaufmann, NSDAP-Mitglied (1.5.1933) und späteren Bürgermeister August Kratt18), bis 1936 Branchenkollege der Bleichers, danach von „Renk & Esser“, war 1937 vorgeworfen worden, Stoffwaren von bedrängten jüdischen Handelshäusern (Oppenheimer in Bruchsal, Wilhelm und Viktor Levi in Überlingen, Guggenheim in Donaueschingen und Singen) zu Billigpreisen gekauft zu haben, um sie zu Höchstpreisen in Radolfzell zu verkaufen. Die jüdische Herkunft der Ware habe er den Käufern verschwiegen. Wegen dieser Warenankäufe bei Juden – nachweislich eines Stoffankaufs bei Oppenheimer in Bruchsal - wurde vom NSDAP-Kreisgericht Konstanz 1937 ein Parteiverfahren gegen Kratt eingeleitet und dessen NSDAP-Mitgliedschaft per einstweiliger Verfügung am 26.10.1937 ausgesetzt. Begründung: „Kratt ist schuldig eines Verstoßes gegen § 4 Abs. 2 der Satzung“ der NSDAP. "

Ich vermute da steht irgend etwas von "Begünstigung von Feinden der Partei" oder so. Ich würde es aber gerne genau wissen.

Ulf

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