Motor der MIMO bei Danzig gefunden

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MIMO
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Motor der MIMO bei Danzig gefunden

Beitrag von MIMO » Do 6. Dez 2018, 21:36

Hallo ihr Lieben,

bei meinen Recherchen fand ich folgenden Artikel auf einer polnischen Seite. Ich habe den Text mal übersetzen lassen und werde versuchen mit Hilfe von Oktavian die Finder zu kontaktieren. Vieleicht gibt es da noch mehr Bilder von der Bergung. Das kuriose an der Sache ist, das dort zwei Flugzeugwracks gefunden wurden, ein russisches und ein deutsches. Beide Wracks lagen nur wenige hundert Meter nebeneinander. Hier mal mein Übersetzungsversuch:

Das Dorf selbst befand sich 1939 in Polen und war einige Kilometer von der Freien Stadt Danzig entfernt. Es stellte sich heraus, dass in Kokoszki über den Flugzeugabsturz im Zweiten Weltkrieg erinnert wurde. Die Geschichten betrafen jedoch nicht die sowjetischen und deutschen Flugzeuge. Eine der Gesprächspartnerinnen von Dominik, Frau Eryka Hirsz, erwähnte, dass sie im Herbst 1943 praktisch Zeuge dieser Veranstaltung war. Ein großer deutscher Bomber würde über der Stadt auftauchen, die bereits in der Luft brannte und auf eine sumpfige Wiese schlug. Zu dieser Zeit besuchte Frau Erica eine örtliche Schule, die sich nur wenige hundert Meter von der Stelle entfernt befand, an der das Flugzeug einstürzte. Entsetzte Studenten liefen nach draußen und sahen einen schockierenden Blick auf ein vollständig abgestürztes Flugzeug, dessen Motor und Kabine tief in den Sumpfboden gegraben waren. In der Nähe des Wracks sah man Flügelfragmente und sogar menschliche Überreste von Besatzungsmitgliedern oder Passagieren.

Das gesamte Gebiet der Katastrophe war schnell von der deutschen Armee umgeben. Die Körper, größere Teile des Rumpfes und Ausrüstung wurden exportiert. Zeugen zufolge gab es jedoch noch viele Gegenstände auf der Baustelle, darunter auch Der Motor wird tief in den Sumpf hineingetrieben.

Die von Dominik im Jahr 2004 gefundenen Fragmente der grün lackierten Beschichtung gehörten zu einem anderen, weil ein sowjetisches Flugzeug ursprünglich als Il Sturmovik identifiziert wurde. Inzwischen haben die Gesprächspartner von Dominik entsprechend dem Ort des Flugzeugabsturzes in den Luftwaffenfarben mehrere hundert Meter von dem Ort entfernt, an dem die "sowjetischen Teile" erschienen sind, im Bereich des heutigen kleinen Wasserreservoirs. Es sah aus wie ein sehr seltener Fall, in dem zwei verschiedene Flugzeuge in einem Umkreis von mehreren hundert Metern in zwei verschiedenen Epochen des Zweiten Weltkrieges zerbrachen! Um dieses Rätsel zu lösen, musste eine Suche durchgeführt werden.

Das Finale dieses Falles fand erst nach vielen Jahren statt, im September 2018, als die Latebra Foundation nach langen Bemühungen die Erlaubnis des Grundbesitzers und des Konservators erhielt.

Das Hauptziel der von den Veranstaltern angenommenen Durchsuchung war es, den Ort des sowjetischen Flugzeugs zu ermitteln, dessen kleine Bruchstücke gefunden worden waren, und Informationen über die Geschichte des angeblichen "deutschen Bombers" zu verifizieren. Falls sich im Boden und im Wasser Fragmente befinden, geht es darum, sich auf die Art und Nationalität zu konzentrieren und den Motor zu finden, den die Zeugen erwähnen.

Der Ort der Absturzstelle wurde dank der zuvor mit einem Magnetometer und Rahmenmetalldetektoren durchgeführten Messungen weiter verfeinert. Es war der nördliche Rand eines kleinen, flachen Teiches, in dem sich nach dem Krieg Sümpfe und feuchte Wiesen bildeten.

Am 8. September, als der Bagger, der von Paxbud Professional und Dariusz Dybowski finanziert wurde, in einem schlammigen Schlamm zu arbeiten begann, stellte sich fast sofort heraus, dass darin viele Flugzeugteile versteckt waren. Es dominierte die Erkundungsarbeiten und konzentrierte die Kräfte des Veranstalters an diesem Ort, sodass die Frage des sowjetischen Sturmtruppers nicht im Weg war.

Der langsame und mühselige Prozess des Herausnehmens einzelner Fragmente des Flugzeugs, der Fetzen der Plattierung, der nicht identifizierten schlammbedeckten Zerstörung von Ausrüstung, Waffen und anderer Fragmente einer mächtigen Maschine begann. Ein Teil des Suchteams, das im klebrigen Schlamm aufgenommen wurde, extrahierte einzelne Fragmente, die dann von anderen Teammitgliedern gesäubert und schließlich zur Identifizierung angeordnet und gruppiert wurden.
Auf der Oberfläche wurde der Luftmotor Jumo 211 F-1 produziert, der im Werk der Mitteldeutschen Motorenwerke produziert wurde

Bei der Extraktion der Überreste des Flugzeugs träumt jeder Teilnehmer oder Organisator davon, schnell "Unsterbliche" zu finden, d. H. Eines der zahlreichen Typenschilder, auf denen der genaue Typ und die genaue Version des Flugzeugs angegeben sind, und sogar die Daten, anhand derer eine bestimmte Maschine identifiziert werden kann.

Leider ändern sich bei gebrochenen, zerstreuten und meist sekundär vermischten Rückständen dieser Art von Identifikationsversuchen mühsam aufgebaute Rätsel, aus denen beispielsweise einzelne Fragmente, die Art der Waffen, die Ausrüstung, die Form der Inspektionsklappen oder die lesbare Anzahl von Hunderten von elektrischen Teilen bestehen. Wir versuchen, ein logisches Ganzes zusammenzustellen.
Eines der interessantesten Gegenstände und das einzige, das in direktem Zusammenhang mit der Besatzung steht, sind die Überreste des Luftwaffenhüters des Offiziers

Diesmal erschien der erste "Kandidat" ... Junkers Version 88 oder 188. Dies führte zu zahlreichen Teilen mit dem Logo dieses bekannten deutschen Unternehmens


Ich hoffe ihr könnt das halbwegs entziffern und ich werde euch auf dem Laufenden halten.

MfG Marcus
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Re: Motor der MIMO bei Danzig gefunden

Beitrag von lucius » Fr 7. Dez 2018, 08:08

Ich hatte dich im September zu dem Thema angeschrieben. Du hast es zur Kenntnis genommen und wolltest dich melden... Wirst alt! :biggrin:
Die Ewigkeit dauert ganz schön lange;besonders gegen Ende...

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MIMO
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Re: Motor der MIMO bei Danzig gefunden

Beitrag von MIMO » Fr 7. Dez 2018, 19:56

Hallo Lucius,

ich wußte leider nicht, das es sich bei diesem Motor um jene von dir beschriebene Aktion handelt. In den vergangenen zwei Jahren wurden in Polen, mit diesem Motor zusammen, drei Stück aus MIMO-Produktion geborgen. Den ersten Motor, der aus einer notgelandeten Maschine in einem See bei Stettin geborgen wurde, konnte man nur komplett erwerben. Vom zweiten Motor gibt es kaum Informationen und leider keine Bilder. Es wurde nur eine MMW-Plakette und verschiedene Motorenteile in einem englischen Auktionshaus angeboten. Vom letzten Motor weiß ich auch nicht so viel, aber da kann Oktavian vieleicht etwas Licht ins Dunkel bringen. Wir suchen für unsere Ausstellung noch ein originales Motortypenschild.

MfG Marcus

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lucius
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Re: Motor der MIMO bei Danzig gefunden

Beitrag von lucius » Fr 7. Dez 2018, 20:06

Ich hab dich zweimal angeschrieben und du wolltest dich zweimal melden...Wir hatten dich ja schon als Experten angepriesen.
Die Ewigkeit dauert ganz schön lange;besonders gegen Ende...

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Re: Motor der MIMO bei Danzig gefunden

Beitrag von chiquitaman » Fr 7. Dez 2018, 22:10

MIMO hat geschrieben:. Wir suchen für unsere Ausstellung noch ein originales Motortypenschild.

MfG Marcus
Mensch Marcus, du solltest Dir wirklich langsam ein Objekt suchen, wo die Ausstellung gezeigt wird- hat Taucha da nichts zu bieten? Im Schrank zuhause verschenkst du das Potential deiner Sammlung! Das muss in ein Museum/Ausstellung

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Re: Motor der MIMO bei Danzig gefunden

Beitrag von MIMO » So 9. Dez 2018, 13:00

Hallo Udo,

da drauf hin arbeiten wir ja, allerdings ist das nicht so einfach wie gedacht. Räumlichkeiten zu mieten ist relativ einfach, kostet aber viel Geld. In der Mittelschule Portitz könnte man eine kurzfristige Ausstellung machen. Dieses Jahr hatten wir ja große Probleme mit unserer Internetseite, die ich nun nach 10 Monaten Rechtsstreit zurück bekommen habe. Ich möchte nun erstmal den Internetauftritt ausbauen, um eine Ausstellung zu finanzieren.

MfG Marcus

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newbiex
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Re: Motor der MIMO bei Danzig gefunden

Beitrag von newbiex » So 16. Dez 2018, 04:27

Ach du Shite, auf was haben wir uns denn damals eingelassen. Ich meine die IG "Mitteldeutsche Motorenwerke...". Und jetzt finden die da sowas in Polen. Ich trete aus ...(Achtung Ironie...) ;) !
Gruß, Jens.

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